DMP Osteoporose

Struktur für eine
langfristige Versorgung.

Das Disease-Management-Programm (DMP) Osteoporose verbindet medizinische Behandlung, regelmäßige Verlaufskontrollen, Schulung und Dokumentation – die Labordiagnostik ist ein Baustein davon.

Stand: 30. September 2026 · Anlagen 19 und 20 der DMP-Anforderungen-Richtlinie des G‑BA, Fassung ab 1. Oktober 2026

G-BA-Beschluss vom 16. April 2026

Neufassung
ab 1. Oktober 2026.

Die Anlagen 19 und 20 gelten in neuer Fassung, geändert unter anderem:

  • Einschreibekriterien
  • Therapie
  • Dokumentation

In der Praxis zählt der regionale DMP-Vertrag.

Die Neufassung greift, sobald Kassenärztliche Vereinigung und Krankenkassen die regionalen DMP-Verträge angepasst haben – nach § 137g Abs. 2 SGB V unverzüglich, spätestens innerhalb eines Jahres. Ob und ab wann das DMP Osteoporose in Ihrer Region angeboten wird, klären Sie mit Krankenkasse und zuständiger Kassenärztlicher Vereinigung.

  1. G-BA beschließt Änderungen der Anlagen 19 und 20
  2. Veröffentlichung im Bundesanzeiger
  3. Neufassung der Anlagen 19 und 20 tritt in Kraft
  4. Danach Anpassung der regionalen DMP‑Verträge Spätestens innerhalb eines Jahres.

Einschreibung

Einschreibekriterien
ab 1. Oktober 2026.

Anlage 19 der Richtlinie legt fest, wer in das DMP Osteoporose eingeschrieben werden kann – geprüft von der behandelnden Praxis.

Zielgruppe

Patientinnen und Patienten ab dem vollendeten 50. Lebensjahr mit gesicherter Diagnose einer medikamentös behandlungsbedürftigen Osteoporose.

Es gilt der jeweils angepasste regionale DMP-Vertrag.

Und eines dieser Kriterien

  1. Osteoporoseassoziierte Fraktur

    Insbesondere Wirbelkörper-, Becken-, proximale Femur-, Humerus- oder Radiusfraktur.

    oder
  2. Frakturrisiko ≥ 5 % in drei Jahren

    Für Wirbelkörper- und proximale Femurfrakturen, berechnet aus Risikofaktoren, Alter und Knochendichte (DXA).

    oder
  3. Frakturrisiko ≥ 3 % in drei Jahren

    Bei gleichzeitig irreversiblen Risikofaktoren oder imminenter Frakturrisikoerhöhung.

Diagnosestellung

  1. Anamnese
  2. Untersuchung
  3. Ggf. Bildgebung
  4. DXA
  5. Basislabor Labor

Das Basislabor dient der Abklärung anderer häufiger metabolischer Knochenerkrankungen. Bei typischen klinischen Zeichen wie Größenverlust oder Kyphosierung und einer proximalen Femur- oder Wirbelkörperfraktur kann auf die DXA verzichtet werden.

Gegenüber der Fassung bis 30.09.2026

Patienten
bisher ab 60 jetzt ab 50
Frakturrisiko
bisher ≥ 30 % in 10 Jahren jetzt ≥ 5 % bzw. 3 % in 3 Jahren
Bestandsschutz
Wer vor Ablauf der Anpassungsfrist nach bisheriger Einschreibediagnostik eingeschrieben wurde, bleibt ohne erneute Einschreibediagnostik im Programm.

Verkürzte Orientierung. Keine vollständige Einschreibeprüfung und keine individuelle medizinische Beratung. Maßgeblich sind Anlage 19 der Richtlinie, die ärztliche Prüfung im Einzelfall und die für Ihre Region und Krankenkasse geltenden Verträge.

Ziele & Rahmen

Was das DMP leisten soll.

Ärztinnen, Ärzte und Versicherte stimmen die Behandlung individuell ab. Die Richtlinie regelt dafür:

  • Diagnostik und Therapie
  • Qualitätssicherung
  • Schulungen
  • Dokumentation
  1. Frakturen vermeiden Auch durch Vermeidung von Stürzen
  2. Schmerzen reduzieren
  3. Funktion und Beweglichkeit Verbessern oder erhalten
  4. Lebensqualität und Selbstbestimmung Verbessern oder erhalten
  5. Fortschreiten verhindern
  6. Lebenserwartung erhöhen

Anlage 19 der G-BA-Richtlinie (Fassung ab 01.10.2026) als PDF öffnen

Medizinische Anforderungen bei Osteoporose

Fassung ab 01.10.2026 · PDF ab S. 175

Anlage 20 der G-BA-Richtlinie (Fassung ab 01.10.2026) als PDF öffnen

Zu dokumentierende Angaben

Fassung ab 01.10.2026 · PDF ab S. 186

Einschreibung

Über die teilnehmende behandelnde Praxis

Nicht durch eine reine Laboranforderung. Voraussetzungen sind unter anderem die ärztliche Prüfung der Kriterien und die informierte Einwilligung der versicherten Person.

Zwei Personen besprechen Diagramme auf einem Tablet

Ihr Labor im DMP

Wo wir Ihre Praxis
im DMP unterstützen.

Die Labordiagnostik ist ein Baustein des DMP. Die ärztliche Entscheidung bleibt bei Ihnen als behandelnder Praxis.

  1. Basislabor

    Abklärung anderer metabolischer Knochenerkrankungen – als Teil der Diagnostik neben Anamnese, Untersuchung und DXA.

  2. Komplexbefundung

    • Klinische Angaben
    • DXA-Befund
    • Laborergebnisse

    Zusammengeführt zu einer ärztlichen osteologischen Einordnung.

  3. Abgestimmte Abläufe

    Laboranforderung, Präanalytik, Probenlogistik und Befundübermittlung – abgestimmt mit Ihrer Praxis.

Ansprechpartner

Zwei Fragen,
zwei Wege.

DMP-Fragen beantwortet Osteoconnect – das Labor ist Ihr Kontakt für alles rund um Diagnostik und Einsendung.

DMP-Fragen

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Laborfragen

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Labordiagnostik, Komplexbefundung, Präanalytik und Probenlogistik