DMP Osteoporose
Struktur für eine
langfristige Versorgung.
Das Disease-Management-Programm (DMP) Osteoporose verbindet medizinische Behandlung, regelmäßige Verlaufskontrollen, Schulung und Dokumentation – die Labordiagnostik ist ein Baustein davon.
G-BA-Beschluss vom 16. April 2026
Neufassung
ab 1. Oktober 2026.
Die Anlagen 19 und 20 gelten in neuer Fassung, geändert unter anderem:
In der Praxis zählt der regionale DMP-Vertrag.
Die Neufassung greift, sobald Kassenärztliche Vereinigung und Krankenkassen die regionalen DMP-Verträge angepasst haben – nach § 137g Abs. 2 SGB V unverzüglich, spätestens innerhalb eines Jahres. Ob und ab wann das DMP Osteoporose in Ihrer Region angeboten wird, klären Sie mit Krankenkasse und zuständiger Kassenärztlicher Vereinigung.
- G-BA beschließt Änderungen der Anlagen 19 und 20
- Veröffentlichung im Bundesanzeiger
- Neufassung der Anlagen 19 und 20 tritt in Kraft
- Danach Anpassung der regionalen DMP‑Verträge Spätestens innerhalb eines Jahres.
Einschreibung
Einschreibekriterien
ab 1. Oktober 2026.
Anlage 19 der Richtlinie legt fest, wer in das DMP Osteoporose eingeschrieben werden kann – geprüft von der behandelnden Praxis.
Zielgruppe
Patientinnen und Patienten ab dem vollendeten 50. Lebensjahr mit gesicherter Diagnose einer medikamentös behandlungsbedürftigen Osteoporose.
Es gilt der jeweils angepasste regionale DMP-Vertrag.
Und eines dieser Kriterien
- oder
Osteoporoseassoziierte Fraktur
Insbesondere Wirbelkörper-, Becken-, proximale Femur-, Humerus- oder Radiusfraktur.
- oder
Frakturrisiko ≥ 5 % in drei Jahren
Für Wirbelkörper- und proximale Femurfrakturen, berechnet aus Risikofaktoren, Alter und Knochendichte (DXA).
-
Frakturrisiko ≥ 3 % in drei Jahren
Bei gleichzeitig irreversiblen Risikofaktoren oder imminenter Frakturrisikoerhöhung.
Diagnosestellung
- Anamnese
- Untersuchung
- Ggf. Bildgebung
- DXA
- Basislabor Labor
Das Basislabor dient der Abklärung anderer häufiger metabolischer Knochenerkrankungen. Bei typischen klinischen Zeichen wie Größenverlust oder Kyphosierung und einer proximalen Femur- oder Wirbelkörperfraktur kann auf die DXA verzichtet werden.
Gegenüber der Fassung bis 30.09.2026
- Patienten
- bisher ab 60 jetzt ab 50
- Frakturrisiko
- bisher ≥ 30 % in 10 Jahren jetzt ≥ 5 % bzw. 3 % in 3 Jahren
- Bestandsschutz
- Wer vor Ablauf der Anpassungsfrist nach bisheriger Einschreibediagnostik eingeschrieben wurde, bleibt ohne erneute Einschreibediagnostik im Programm.
Verkürzte Orientierung. Keine vollständige Einschreibeprüfung und keine individuelle medizinische Beratung. Maßgeblich sind Anlage 19 der Richtlinie, die ärztliche Prüfung im Einzelfall und die für Ihre Region und Krankenkasse geltenden Verträge.
Ziele & Rahmen
Was das DMP leisten soll.
Ärztinnen, Ärzte und Versicherte stimmen die Behandlung individuell ab. Die Richtlinie regelt dafür:
- Frakturen vermeiden Auch durch Vermeidung von Stürzen
- Schmerzen reduzieren
- Funktion und Beweglichkeit Verbessern oder erhalten
- Lebensqualität und Selbstbestimmung Verbessern oder erhalten
- Fortschreiten verhindern
- Lebenserwartung erhöhen
Anlage 19 der G-BA-Richtlinie (Fassung ab 01.10.2026) als PDF öffnen
Medizinische Anforderungen bei Osteoporose
Anlage 20 der G-BA-Richtlinie (Fassung ab 01.10.2026) als PDF öffnen
Zu dokumentierende Angaben
Einschreibung
Über die teilnehmende behandelnde Praxis
Ihr Labor im DMP
Wo wir Ihre Praxis
im DMP unterstützen.
Die Labordiagnostik ist ein Baustein des DMP. Die ärztliche Entscheidung bleibt bei Ihnen als behandelnder Praxis.
-
Basislabor
Abklärung anderer metabolischer Knochenerkrankungen – als Teil der Diagnostik neben Anamnese, Untersuchung und DXA.
-
Komplexbefundung
Zusammengeführt zu einer ärztlichen osteologischen Einordnung.
-
Abgestimmte Abläufe
Laboranforderung, Präanalytik, Probenlogistik und Befundübermittlung – abgestimmt mit Ihrer Praxis.
Ansprechpartner
Zwei Fragen,
zwei Wege.
DMP-Fragen beantwortet Osteoconnect – das Labor ist Ihr Kontakt für alles rund um Diagnostik und Einsendung.
DMP-Fragen
Osteoconnect
Teilnahme, KV-Antrag, Einschreibung, Dokumentation und Schulungen
Laborfragen
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Labordiagnostik, Komplexbefundung, Präanalytik und Probenlogistik